Macht Stress dick?

Aus dem aktuellen „Stressreport Deutschland 2012“ geht hervor, dass 43 % der Erwerbstätigen in Deutschland überzeugt sind, dass die Belastungen im Arbeitsalltag in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen haben. Dazu zählen im wesentlichen psychische Belastungen, wie Zeit- und Leistungsdruck, zu viel Arbeit, Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt und die Angst vor Arbeitsplatzverlust. Für die Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin seien bundesweit mehr als 17.000 Arbeitnehmer befragt worden.

Stress kann dick machen.

In Stresssituationen schüttet der Körper neben Adrenalin auch das sogenannte Stresshormon Cortisol aus, das unseren Organismus evolutionsbedingt auf Kampf oder Flucht vorbereiten soll. Unser heutiges modernes Leben bedeutet zunehmend Dauerstress. Termine, Telefonate, Computerarbeit und dann auch noch der persönliche Freizeitstress nach Feierabend oder in der Familie.

Das hat einen ständig erhöhten Cortisol-Spiegel zur Folge. Zu viel Cortisol macht dick.

Nicht jeden – zahlreiche Studien belegen, dass die Cortisol-Ausschüttung sehr individuell ist und die Wirkungen des Cortisols im Körper sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Es gibt durchaus auch Menschen, die auf Stress mit Gewichtsverlust reagieren.

Bei anderen fördert es allerdings den Aufbau des gefährlichen inneren Bauchfettes, dessen Zellen aufgrund vieler Rezeptoren sehr gut in der Lage sind, Cortisol zu binden. Die Folge: Der Bauch wächst heimlich, still und leise....

Darüber hinaus tragen auch viele andere Faktoren zu erhöhtem Körpergewicht bei, zum Beispiel mangelnde körperliche Aktivität und ein gestörtes und ungünstiges Essverhalten. Viele Menschen reagieren zum Beispiel auf Stress mit vermehrtem Essen, sozusagen als Entspannung oder Belohnung.


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Mi

12

Feb

2014

Ich will abnehmen! Jetzt!

Also schnell die Diät. Brigitte, Steinzeit, Schlank-im-Schlaf, Low Carb, und und und...

 

Bei diesen sogenannten Blitzdiäten macht unser Körper uns immer einen Strich durch die Rechnung und sorgt schnell dafür, dass die Fettreserven wieder aufgefüllt werden wenn nicht gar noch üppiger aufgestockt werden: Da zuallererst unser Gehirn mit Glukose versorgt werden muss, holt er sich bei einer (kohlenhydratarmen) Diät Glucose aus der Leber und den Muskeln. So verlierst Du zunächst viel Körperwasser und Muskelmasse. An die Fettspeicher macht sich der hungernde Körper erst, wenn alle anderen Reserven verbraucht sind. Die Fettzellen sind nun leer – aber noch vorhanden. Diese Vorratsdepots werden nach der Hungerkur, d.h. Wenn Du wieder „normal“ isst, sofort wieder gefüllt. Es kommt zum Jojo-Effekt.

 

Darüber hinaus vermindert die Muskelmasse den Energieverbrauch und wir bauen noch mehr Fett auf. Ein fataler Teufelskreislauf!

 

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