Ernährungsbildung durch McDonalds?

Weil an den Schulen zu wenig Ernährungsbildung gelehrt wird, will ein Bündnis von Wirtschaftsverbänden und Unternehmen - unterstützt von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und der  Stiftung Verbraucherschutz - gegensteuern. An Bord sind - man glaubt es kaum - Unternehmen, wie der Fast-Food-Riese McDonald's, der amerikanische Konsumgüter-Riese Procter und Gamble sowie Rewe und Edeka u.a.

 

Gegen Ernährungsbildung für Kinder ist ja nichts einzuwenden, aber .... Wirtschaftsunternehmen, die nur ihre legitimen Profit-Interessen vertreten? Das hat doch an Schulen nichts verloren! Vor allem McDonald's und auch die Handelsunternehmen sind bislang nicht als Experten für ausgewogene Ernährung aufgefallen, sondern eher als Experten für fettige Hamburger und Pommes sowie Quengelkassen, an denen Kindern Süßwaren angedient werden.

Ich meine, ebenso wie die Organisation foodwatch, die mit einer email-Aktion gegen dieses geplante Bündnis protestiert: Hier soll der Bock zum Gärtner gemacht werden. Sehe ich genau so. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, welche Folgen solche Kooperationen haben können – selbst dann, wenn diese Unternehmen keinen direkten Einfluss auf das Lehrangebot haben und nicht etwa Werbematerialien in den Klassen verteilen. (Anmerkung: Da gab es mal unter Rot-Grün eine initiierte "Plattform Ernährung und Bewegung", bei der Mars, Ferrero oder der Verband der Zuckerindustrie plötzlich zu vermeintlichen Vorkämpfern gegen das Übergewicht von Kindern wurden (sich aber nicht um ihre Produkte kümmerten, sondern sich lediglich für mehr Bewegung aussprachen).

 

Diese genannten Unternehmen interessieren sich nicht im geringsten für Ernährungsbildung, sie wollen auch an ihrem eigenen Geschäftsfeld und ihren angebotenen Produkten nichts ändern - hier geht es leider nur um gute Publicity.

 

Gleichzeitig begibt sich der Staat in die Abhängigkeit der Konzerne, wenn er sich solch wichtige Aufgaben wie die Bildung in staatlichen Schulen finanzieren lässt von McDonald's und Co..

 

Foodwatch hat die Bundesregierung und die Stiftung Verbraucherschutz als Träger des Bündnisses aufgefordert, Unternehmen und Wirtschaftsverbände auszuschließen: Edeka, McDonald's & Co. haben in den Schulen nichts verloren!

Es gibt inzwischen so viele gute Programme für Ernährungsbildung an Kindergärten und Schulen. So z.B. den aid-Informationsdienst, der den Ernährungsführerschein für 3. und 4. Klassen entwickelt hat und das in Zusammenarbeit mit Ernährungsexperten nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

 

Der aid-Infodienst ein gemeinnütziger Verein und wird sogar aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert. Sein Auftrag ist es sachlich und vor allem interessenunabhängig zu informieren. Des weiteren kann man sich als Verbraucher im Internet weitreichend über alle ernährungsrelevanten Themen informieren.

 

Auch Spitzenköche sind mittlerweile in Sachen Ernährungsbildung aktiv und setzen sich mit ihren Stiftungen dafür ein: die Sarah Wiener Stiftung für gesunde Kinderernährung, Tim Mälzer, Johann Lafer, um nur einige zu nennen. Jamie Oliver in seiner Heimat Großbritannien ist da der Vorreiter gewesen.

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Kommentare: 3
  • #1

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Mi

12

Feb

2014

Ich will abnehmen! Jetzt!

Also schnell die Diät. Brigitte, Steinzeit, Schlank-im-Schlaf, Low Carb, und und und...

 

Bei diesen sogenannten Blitzdiäten macht unser Körper uns immer einen Strich durch die Rechnung und sorgt schnell dafür, dass die Fettreserven wieder aufgefüllt werden wenn nicht gar noch üppiger aufgestockt werden: Da zuallererst unser Gehirn mit Glukose versorgt werden muss, holt er sich bei einer (kohlenhydratarmen) Diät Glucose aus der Leber und den Muskeln. So verlierst Du zunächst viel Körperwasser und Muskelmasse. An die Fettspeicher macht sich der hungernde Körper erst, wenn alle anderen Reserven verbraucht sind. Die Fettzellen sind nun leer – aber noch vorhanden. Diese Vorratsdepots werden nach der Hungerkur, d.h. Wenn Du wieder „normal“ isst, sofort wieder gefüllt. Es kommt zum Jojo-Effekt.

 

Darüber hinaus vermindert die Muskelmasse den Energieverbrauch und wir bauen noch mehr Fett auf. Ein fataler Teufelskreislauf!

 

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