Gut gelaunt und genußvoll abnehmen!

 

Besonders, wenn die Wahl auf einseitige Schlankheitskuren fällt, kann auch schnell ein Mangel an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen entstehen. Die unerwünschten Begleitsymptome sind oft Nervosität, Kopfschmerzen, Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit.

 

75 % der Frauen würden gerne mindestens 5 Kilo abnehmen, die meisten sogar 10 Kilo und mehr, weil sie sich „zu dick“, „zu unwohl“ und „zu unförmig“ fühlen.

 

Diäten sind auf der anderen Seite aber auch sehr verführerisch. Sie versprechen einen schnellen Erfolg. Und zunächst läuft ja auch alles wie gewünscht, das Gewicht reduziert sich sehr schnell. Doch was geht geht dem Körper verloren? Bestimmt nicht die unerwünschten Fettpölsterchen, sondern zunächst nur Wasser und (leider auch) Muskelmasse. Aber die Fettpölsterchen bleiben:

Denn der Körper lässt sich so leicht nicht überlisten. Er reagiert wie in Urzeiten, wo sich Hungerperioden häuften. Schon die Körper unserer primitiven Vorfahren reagierten mit einem auf „Sparflamme“ funktionierenden Stoffwechsel und einem verminderten Grundumsatz, d.h. auch einer geringeren Energieverbrennung. Wenn wieder genug zu Essen erjagt werden konnte, wurden erneut Fettpolster für „schlechte Zeiten“ aufgebaut. Der sogenannte Jo-Jo-Effekt, dem heutzutage viele Diätwilllige zum Opfer fallen.

 

45 % brechen eine Diät ab, weil sie die „freudlose Plagerei“ nicht lange durchhalten können und für 21 % sind Diätgerichte viel zu „kompliziert“ zu kochen.

 

Beachtet man bei Abnehmprogrammen die „Energiequalität“ und reduziert nicht einfach die Essensmenge, so kann man dauerhaft und erfolgreich an Gewicht verlieren – ohne Jo-Jo-Effekt.

Maßnahmen für eine Gewichtsreduktion sind gerechtfertigt, wenn sie als dauerhafte Umstellung zu einer gesunden, vollwertigen und trotzdem genussreichen Ernährung stattfinden. Sie machen dann Sinn, wenn Lebensqualität gewonnen wird, statt verloren zu gehen.

 

Gewürze und Heilpflanzen spielen auch beim Abnehmen eine zentrale Rolle. Denn Ingwer, Galgant, Chili, Kardamon und Koriander regen den Stoffwechsel an, unterstützen die Fettverbrennung – und geben den Mahlzeiten eine pfiffige Note.

 

Gemüse ist ein Schlüssel zum gesunden Abnehmen. Denn Gemüse hat eine geringe Energiedichte, d.h. man kann sehr viel davon essen und nimmt nicht so viele Kalorien zu sich. Dafür aber sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die unverzichtbar sind für unseren Stoffwechsel und unsere Gesundheit. Nicht zu vergessen sind die im Gemüse enthaltenen Ballaststoffe. So kann man beispielsweise über den Tag verteilt einen ganzen Korb Gemüse essen und ohne Probleme dabei satt werden, während eine mittelgroße Pizza oder ein Cheeseburger mit Pommes zum Mittagessen die gleiche Energiedichte haben. Nun musst Du Dir mal ehrlich eingestehen, wie lange Du von einer so deftigen Mittagsmahlzeit satt bleibst.

 

Das heißt nun nicht, dass Du nie wieder Pizza oder Burger essen darfst. Das bedeutet nur, dass Du Dir über die Energiedichte, d.h. die Menge an Kalorien, die Du so über den Tag verteilt zu Dir nimmst bewusst werden sollst.

 

Auch über die Qualität der Kohlenhydrate oder einfacher ausgedrückt Zucker. Eine der Regelmechanismen des Stoffwechsels ist die Steuerung des Blutzuckers. Dabei spielt das Insulin als Schlüsselhormon eine entscheidende Rolle. Insulin transportiert den Zucker vom Blut in die Zellen. Es steuert also den Blutzuckerspiegel und regelt die Aufnahme von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen.

Einfache Zucker (z.B. weißer Haushaltszucker besteht aus Frucht- und Traubenzucker) erzeugen einen plötzlichen Insulinüberschuss im Blut. Komplexe Zucker, wie in Obst oder Gemüse, gehen nicht direkt ins Blut, sondern müssen erst abgebaut werden zu kleinen Zuckermolekülen. Sie rufen also keinen lötzlichen Insulinüberschuss im Blut hervor.

Fruchtzucker macht ausserdem weniger satt als anderer Zucker, was die Gefahr birgt, mehr zu essen.

 

Ist plötzlich sehr viel Zucker im Blut, z.B. weil Du viel zuckerhaltige Limonaden trinkst oder stark gezuckerte Lebensmittel konsumierst, entsteht auch ein Überschuss an Insulin im Blut. Benötigt der Körper keine Energie, weil Du Dich zu wenig bewegst und  diese Kohlenhydrate nicht sofort über die Muselzellen verbrauchst, hat das zur Folge, dass verstärkt Kohlenhydrate zu Fett in der Leber aufgebaut und im umliegenden Gewebe gespeichert werden. Stichwort Bauchfett. Wer sehr viel Fruchtzucker verzehrt, lagert also in der Leber Fett ein. Schon Kinder können so eine Fettleber entwickeln, ähnlich wie Alkoholiker sie bekommen. Sie kann ein frühes Anzeichen des Metabolischen Syndroms sein, einem ganzen Bündel von Krankheiten: Diabetes, Bluthochdruck und Adipositas.

 

Etwa 70% der Männer und 50% der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, jeder fünfte ist bereits krankhaft fettsüchtig, mit steigender Tendenz. Beängstigend sind auch die Zahlen bei den Kindern, hier wiegt bereits jedes sechste Kind zu viel, etwa 8% der Kinder sind bereits fettsüchtig.

 

Ein weiterer Schlüssel zum gesunden Abnehmen ist, das Zusammenspiel unseres Essverhaltens und dem Sättigungsgefühl. Beides kann man beeinflussen. Das Sättigungsgefühl braucht eine gewisse Zeit, sich einzustellen, so ungefähr 20 Minuten und lässt sich viel bewusster wahrnehmen, wenn wir uns zum Essen hinsetzen, uns Zeit nehmen und bewusst genießen. Dann merkt man auch, wenn man satt wird und isst nicht weiter bis man voll ist.

 

Regelmäßige Bewegung, so viel steht fest, macht es wesentlich einfacher, das Wunschgewicht zu erreichen und auch zu halten. Aber auch um das Wohlbefinden zu steigern und Stress abzubauen. Die meisten bewegen sich zu wenig. Statistisch erfasst wurde inzwischen, wie wenig wir uns durchschnittlich bewegen, mit Hilfe von Schrittzählern. Optimal wären mindestens 10.000 Schritte täglich, tatsächlich waren es durchschnittlich lediglich um die 800 Schritte.

Nun musst Du nicht gleich ins Fitnessstudio stürmen und stundenlang trainieren. Das ist auch nicht jedermann Sache. Du kannst Deine Bewegung auch schon dadurch steigern, indem Du viel gehst. Man kennt das ja..... Treppen steigen statt Fahrstuhl. Gehe einfach im Alltag möglichst viel zu Fuß, zum Einkaufen, zur Arbeit und mache Spaziergänge, wann immer es Dir möglich ist.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Zum Blog

Mi

12

Feb

2014

Ich will abnehmen! Jetzt!

Also schnell die Diät. Brigitte, Steinzeit, Schlank-im-Schlaf, Low Carb, und und und...

 

Bei diesen sogenannten Blitzdiäten macht unser Körper uns immer einen Strich durch die Rechnung und sorgt schnell dafür, dass die Fettreserven wieder aufgefüllt werden wenn nicht gar noch üppiger aufgestockt werden: Da zuallererst unser Gehirn mit Glukose versorgt werden muss, holt er sich bei einer (kohlenhydratarmen) Diät Glucose aus der Leber und den Muskeln. So verlierst Du zunächst viel Körperwasser und Muskelmasse. An die Fettspeicher macht sich der hungernde Körper erst, wenn alle anderen Reserven verbraucht sind. Die Fettzellen sind nun leer – aber noch vorhanden. Diese Vorratsdepots werden nach der Hungerkur, d.h. Wenn Du wieder „normal“ isst, sofort wieder gefüllt. Es kommt zum Jojo-Effekt.

 

Darüber hinaus vermindert die Muskelmasse den Energieverbrauch und wir bauen noch mehr Fett auf. Ein fataler Teufelskreislauf!

 

mehr lesen