Essen mit Genuss und Verantwortung –
für alle Menschen weltweit und für die kommenden Generationen.“

Motto einer nachhaltigen Ernährung.

 

 

Ein nachhaltiger Ernährungsstil wirkt sich in vier Dimensionen aus: auf Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit.


Oft scheint es, dass das Verhalten des Einzelnen keinen Einfluss hat. Doch zukunftsfähige Ernährung beginnt mit dem Wissen um globale Zusammenhänge und mit kleinen, eigenen Veränderungen.

 

Ein nachhaltiger Ernährungsstil trägt dazu bei, die Umwelt zu schonen.


Im Mittelpunkt steht hierfür eine pflanzenbetonte Mischkost mit frischen, überwiegend gering verarbeiteten Lebensmitteln, die fair bezahlt und fair gehandelt werden.


Diese Kost trägt dazu bei die Menge der freigesetzten Treibhausgase um etwa 15 % im Vergleich zu einseitig fleischbetonter Ernährung zu reduzieren. Zur Produktion benötigt die pflanzenbetonte Mischkost zudem deutlich weniger Flächen und Wasser.

Unsere Ernährung trägt mit etwa 20 % zum gesamten Treibhausgas-Ausstoß bei. Etwa die Hälfte davon (10 % absolut) stammt aus der landwirtschaftlichen Erzeugung. Hiervon wiederum 85 % allein aus der Produktion tierischer Erzeugnisse. Weniger Fleisch und Wurst zu konsumieren, kann also den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren.

 

Die Ernährungspyramide der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) veranschaulicht gut die aus Gesundheitsgründen empfohlene pflanzenbetonte Mischkost. Neben kalorienfreien Getränken können die meisten pflanzlichen Lebensmittel reichlich verzehrt werden. Tierische Lebensmittel stehen weiter oben in der Pyramide und sollten mäßig gegessen werden. Die DGE empfiehlt Erwachsenen pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 g Fleisch und Wurst (etwa 2 fettarme Fleischmahlzeiten). Fette und zuckerreiche Produkte stehen ganz oben und sollten nur sparsam verzehrt werden.

Gerade bei Fleisch und Wurstwaren achtet die nachhaltige Ernährung auf gute Qualität. Produkte aus artgerechter bzw. ökologischer Tierhaltung und Fütterung oder aus regionalen Markenfleischprogrammen (z. B. „Geprüfte Qualität – Bayern“) haben ihren Preis. Wer weniger Fleisch verzehrt, kann sich bessere Qualität bei gleichem Budget gönnen.


Eine nachhaltige Landwirtschaft hat sich vor allem vier ökologischen Herausforderungen zu stellen:

  • unerwünschte Einträge in Böden und Gewässer (z. B. Stickstoff, Phosphate, Pflanzenbehandlungsmittel)

  • unerwünschte Bodenerosion

  • Minderung der biologischen Vielfalt

  • Klimabelastung durch fossile Energieträger

Von einer nachhaltigen Landwirtschaft wie etwa im ökologischen Landbau profitieren wir alle: Klima, Böden, Gewässer, Pflanzen, Tiere und Menschen. Der Ökolandbau baut den Boden auf, schont die Gewässer und fördert die Artenvielfalt. Das sind alles öffentliche Leistungen, die Mensch, Tier und Natur zugute kommen.

 

Saisonale und regionale Herkunft zu bevorzugen, ist auch ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Ernährung.

Kurze Wege regionaler Lebensmittel bedeuten überschaubare Strukturen, d.h. auch Transparenz und Vertrauen für uns. Unerlaubten Praktiken und Lebensmittelskandalen kann so vorgebeugt werden. Regional und saisonal erzeugte Lebensmittel unterliegen den jahreszeitlichen Schwankungen, die Eintönigkeit vermeiden helfen und dafür Vorfreude aufkommen lassen: Vorfreude auf die Erdbeersaison, die Spargelsaison oder die Apfelernte.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Verarbeitungsgrad der Lebensmittel. Gering verarbeitete Lebensmittel sind ein wichtiger Aspekt von nachhaltiger Ernährung. Davon profitieren Gesundheit, Umwelt, Genuss und Geldbeutel.

Tiefkühlpizza, fertige Backmischungen, Snacks – in unserer beschleunigten Lebens- und Arbeitswelt greifen wir heute immer mehr zu stark verarbeiteten Lebensmitteln. Diese haben häufig nicht nur eine hohe Energiedichte bei gleichzeitig wenigen Ballast- und sekundären Pflanzenstoffen. Sie werden zusätzlich durch Farbstoffe aufgepeppt, durch Konservierungsstoffe haltbar und durch Aromen schmackhaft gemacht. Wer öfter zu gering verarbeitetem, frischem Essen greift, schont Umwelt und Geldbeutel und tut sich selbst was Gutes.

Stark verarbeitet heißt mehr Energieverbrauch

Und was mehr Energie verbraucht, verursacht auch mehr Treibhausgase. Industriell getrocknete Apfelringe benötigen im Vergleich zu frischen Äpfeln 26-mal mehr Energie und verursachen, auf das Kilogramm bezogen, 40-mal mehr Treibhausgase. Tiefgekühlte Pommes schlagen mit bis zu 29-mal mehr CO2-Äquivalenten als frische Kartoffeln zu Buche.

 

Kochen als sinnliches und soziales Erlebnis

Wer sich, seine Familie oder Freunde kulinarisch überraschen möchte, wird wohl kaum ein Fertiggericht auftischen. Frische und natürliche Lebensmittel sind – gut zubereitet – ein sinnlicher wie auch aromatischer Genuss. Wer selbst anfängt zu kochen, schätzt die landwirtschaftlichen Rohprodukte wieder stärker und schult seine Kochkünste. Gemeinsames Kochen in der Familie oder in der Gruppe kann Spaß machen und wird heute zum Glück vermehrt als soziales Erlebnis wahrgenommen.

In gering verarbeiteten Lebensmitteln steckt meist wenig Fett, Zucker und Salz. Dafür mehr an lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Substanzen wie Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

 

Wir alle können mit unserem Verhalten als Verbraucher

zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

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Mi

12

Feb

2014

Ich will abnehmen! Jetzt!

Also schnell die Diät. Brigitte, Steinzeit, Schlank-im-Schlaf, Low Carb, und und und...

 

Bei diesen sogenannten Blitzdiäten macht unser Körper uns immer einen Strich durch die Rechnung und sorgt schnell dafür, dass die Fettreserven wieder aufgefüllt werden wenn nicht gar noch üppiger aufgestockt werden: Da zuallererst unser Gehirn mit Glukose versorgt werden muss, holt er sich bei einer (kohlenhydratarmen) Diät Glucose aus der Leber und den Muskeln. So verlierst Du zunächst viel Körperwasser und Muskelmasse. An die Fettspeicher macht sich der hungernde Körper erst, wenn alle anderen Reserven verbraucht sind. Die Fettzellen sind nun leer – aber noch vorhanden. Diese Vorratsdepots werden nach der Hungerkur, d.h. Wenn Du wieder „normal“ isst, sofort wieder gefüllt. Es kommt zum Jojo-Effekt.

 

Darüber hinaus vermindert die Muskelmasse den Energieverbrauch und wir bauen noch mehr Fett auf. Ein fataler Teufelskreislauf!

 

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